Die ersten Belege für eine Schülerverbindung am Gymnasium Casimirianum stammen aus dem Jahr 1811. Es wird eine Verbindung namens "Frankonia" erwähnt, die bereits den Zirkel FCv! verwendete. Später wurde dieser von der Casimiriana übernommen und ist bis heute gebräuchlich. Am 16. Februar 1861, nach einer langen "verbindungslosen" Zeit am Casimirianum, gründete der Unterprimaner Ernst Karl Eduard Meusel zusammen mit 18 Mitschülern die Casimiriana. Die mit dem Wappen der Casimiriana bemalte Pfeife stellte zu dieser Zeit das alleinige Kennzeichen der Casimirianer dar, da die Schülermütze ja von allen Schülern getragen wurde. 1888 wurde die Tradition der Fahrt nach Königsberg am Himmelfahrtstag begründet: Dieser Tag war ein Feiertag, der es den Schülern ermöglichte, die Freundin im damals noch zu Coburg gehörigen Königsberg zu besuchen. Aus diesen Ausflügen erwuchs eine gute Freundschaft zu Königsberg und vor Allem zur dortigen Bürgerwehr, die bis heute fortwährt. Alle Jahre wieder findet in Königsberg der Himmelfahrtskommers statt, eine der wichtigsten Veranstaltungen der Casimiriana. Am 5. Juni 1919 fand die Gründung des Altherrenverbandes statt. Im Dezember 1935 wurde die Casimiriana zur Auflösung gezwungen, in ganz Deutschland waren zu dieser Zeit Korporationen verboten. Erst 18 Jahre später, wurde die Casimiriana wiedergegründet.
Bundeslied
Unser Bundeslied ist das siebenbürgische Jägerlied (Ich schieß' den Hirsch).
Worte: nach Franz von Schober, 1826 Melodie: Jägerlied aus Siebenbürgen um 1843 Freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom: Corps Erz zu Leoben
1. Ich schieß' den Hirsch im wilden Forst, im tiefen Wald das Reh, den Adler auf der Klippe Horst, die Ente auf dem See; kein Ort, der Schutz gewähren kann, wo meine Büchse zielt, |: und dennoch hab' ich harter Mann die Liebe auch gefühlt. :|
2. Kampiere oft zur Winterszeit in Sturm und Wetternacht, hab' überreift und überschneit den Stein zum Bett gemacht; auf Dornen schlief ich wie auf Flaum, vom Nordwind unberührt |: und dennoch hat die harte Brust die Liebe auch gespürt. :|
3. Der wilde Falk ist mein Gesell, der Wolf mein Kampfgespan; der Tag geht mir mit Hundsgebell, die Nacht mit Hussa an. Ein Tannreis schmückt statt Blumenzier den schweißbefleckten Hut |: und dennoch schlug die Liebe mir ins wilde Jägerblut. :|
4. (Bundesvers) Und wenn ich einst gestorben bin, so legt mich in den Schrein. Ein braver Bursch bin ich gewest, will's auch im Tode sein; gebt mir auf's Haupt mein Cerevis, den Schläger in die Hand. |: Und schlingt mir um die kalte Brust das Schwarz-Gold-Grüne Band. :| Casimiriana sei's Panier! Vivat! Crescat! Floreat! In Aeternum!